Sitemap:  news >> Energieverbrauch

Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2009 deutlich gesunken

Der Verbrauch von Erdgas und Steinkohlen sowie von Mineralölprodukten war von der Rezession besonders stark betroffen.

 

Wesentlichen Einfluss auf den ungewöhnlich starken Abwärtstrend hatte die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Da energieintensive Grundstoffindustrien in besonderem Maße von der Konjunkturentwicklung betroffen waren, ging der Energieverbrauch stärker zurück als das Bruttoinlandsprodukt. Nach den Berechnungen der AGEB ist der Verbrauch an Mineralölprodukten gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent gesunken und erreichte damit den niedrigsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Mit einem Anteil von 34,6 Prozent am Gesamtverbrauch blieb das Mineralöl dennoch der mit Abstand wichtigste Energieträger in Deutschland.

 

Der Erdgasverbrauch ging um rund 5,5 Prozent zurück, vornehmlich infolge verminderter Nachfrage aus der Industrie sowie eines geringeren Einsatzes in der Stromerzeugung. Die Steinkohle wurde 2009 von der wirtschaftlichen Entwicklung am stärksten getroffen. Der Verbrauch an Steinkohle verminderte sich um rund 18 Prozent. Der Einsatz von Steinkohle in Kraftwerken verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um knapp 13 Prozent, die Lieferungen an die Eisen- und Stahlindustrie sanken drastisch um über 30 Prozent. Der Wärmemarkt schloss ebenfalls mit einem Minus ab. Steinkohle deckte 2009 noch rund elf Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland.

 

Die Wasserkraftwerke produzierten knapp 8,5 Prozent weniger Strom. Die Stromerzeugung der Windkraftanlagen ist um 6,4 Prozent gesunken. Wegen des höheren Anteils der Biokraftstoffe stieg der Anteil der erneuerbaren Energien zur Deckung des Energieverbrauchs in Deutschland aber an. Damit liegt der Beitrag erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch in diesem Jahr bei neun Prozent nach 8,2 Prozent im Vorjahr.