Meldung vom 21.06.2017

BMWi und ZDH ziehen positive Bilanz zur Handwerkspolitik

Das Handwerk ist in Bestform. So lautet die Bilanz, die jüngst Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries und Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), zur Handwerkspolitik gezogen haben.

In einer gemeinsamen Presseerklärung verweisen sie darauf, dass die Umsätze des zulassungspflichtigen Handwerks im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent auf ein neues Allzeithoch gestiegen seien. Außerdem fänden aktuell rund 5,4 Millionen Menschen eine Beschäftigung im Handwerk, darunter 360.000 Auszubildende. Die Ausbildungsquote sei dabei im zulassungspflichtigen Handwerk doppelt so hoch wie in der Gesamtwirtschaft.

Das E-Handwerk kann diese positive Entwicklung bestätigen: Über 40.000 Auszubildende sind aktuell in den E-Handwerken beschäftigt. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge konnte dabei erneut gesteigert werden – und zwar um 3,2 Prozent (Vorjahr 4,7 Prozent).

In der Mitteilung von BMWi und ZDH wird des Weiteren ausgeführt, dass der Bund seine Investitionen in den Mittelstand um rund 43 Prozent auf 36,1 Milliarden Euro im Jahr 2017 erhöht habe. Dies käme dem Handwerk ebenso zugute wie zwei Bürokratieentlastungsgesetze und der Erfolg beim Dienstleistungspaket der EU. Hier sei erreicht worden, dass bewährte Strukturen in Deutschland, wie die duale Berufsausbildung und der Meistervorbehalt, nicht weiter infrage gestellt werden.

Insbesondere für den Erhalt dieser Strukturen hat sich auch der ZVEH erfolgreich im Interesse der E-Handwerke im engen Schulterschluss mit dem ZDH und der Politik eingesetzt.

Als eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre wird in der gemeinsamen Presseerklärung die Digitalisierung genannt. Sie führe zu grundlegenden Veränderungen in der Arbeitswelt. Mit dem Kompetenzzentrum Digitales Handwerk, das vom BMWi bis 2018 mit 4,5 Millionen Euro gefördert werde, erhielten Betriebe wertvolle Unterstützung und Informationen.

Generell kommt den E-Handwerken im Bereich der Digitalisierung eine Vorreiterrolle zu. Viele ihrer Dienstleistungen hängen eng mit diesem Thema zusammen. Dies hat das Bundeswirtschaftsministerium zum Anlass für eine weitere Kooperation genommen, um im Rahmen eines Pilotprojekts ein neues Modul in der überbetrieblichen Ausbildung zu Digitalisierungsthemen zu entwickeln. Die Auszubildenden bekommen dabei in einer lerngerechten Umgebung – sogenannten Reallabors – die Möglichkeit, ihr Wissen zu erweitern.