Heiko Nass und Stefan Schmelzer im Interview zum Führungswechsel

Im gemeinsamen Gespräch blicken der scheidende NFE-Präsident Heiko Nass und sein Nachfolger Stefan Schmelzer auf fünf bewegte Jahre zurück, sprechen über Verantwortung, Vertrauen und die Aufgaben, die vor dem Verband liegen und darüber, warum dieser Führungswechsel ein Signal der Stärke für das gesamte Hamburger Elektrohandwerk ist.

In der kommenden Ausgabe 04/25 unseres Mitgliedermagazins NFE dialog lesen Sie das ausführliche Gespräch zwischen Heiko Nass und Stefan Schmelzer über den Wechsel an der Spitze der NFE. Ab Ende Dezember erhältlich.



NFE: Herr Schmelzer, Sie übernehmen das Präsidentenamt ab Januar. Wie haben Sie beide den Übergang gestaltet?

Stefan Schmelzer:
Ich würde sagen: partnerschaftlich, harmonisch und freundschaftlich. Wir haben früh begonnen, uns auszutauschen und vieles gemeinsam vorzubereiten. Heiko hat mich in alle wichtigen Prozesse eingebunden, sodass der Übergang fließend ist. So soll es sein – kein Bruch, sondern ein Miteinander.

Heiko Nass:
Ich habe mich sehr gefreut, dass Stefan bereit war, die Aufgabe zu übernehmen. Er war von Anfang an mein Wunschkandidat. Er ist erfahren, engagiert, mit Herz und Verstand dabei. Wir bleiben auch nach dem 31. Dezember im Austausch. Ich weiß, dass der Verband bei ihm in besten Händen ist.


NFE: Herr Nass, welche Werte möchten Sie an Ihren Nachfolger weitergeben?

Heiko Nass:
Eigentlich brauche ich Stefan gar nichts weiterzugeben. Er lebt die Werte, die mir wichtig sind, längst: Teamarbeit, Offenheit und demokratische Entscheidungsprozesse. Uns beiden liegen die Themen Ausbildung und Prüfung am Herzen. In den Gesellen- und Meisterprüfungsausschüssen steckt unsere Kernkompetenz, aber auch viel Arbeit für die Zukunft. Hier müssen wir das Ehrenamt stärken, weiter Strukturen anpassen und Prozesse digitalisieren. Stefan Schmelzer ist da schon voll mit drin.


NFE: Herr Schmelzer, Sie treten in große Fußstapfen. Was schätzen Sie besonders an der Arbeit Ihres Vorgängers?

Stefan Schmelzer:
Heiko Nass hat das Amt in einer sehr schwierigen Phase übernommen – ohne lange Vorbereitung, mitten in der Pandemie, mit einer neuen Geschäftsführung. Das hätte nicht jeder so souverän gemeistert. Durch seine ruhige, strategische Art hat er den Verband stabilisiert und zukunftssicher aufgestellt. Dafür habe ich großen Respekt.


NFE: Welche Themen stehen für Sie ab 2026 ganz oben auf der Agenda?

Stefan Schmelzer:
Zwei Punkte liegen mir besonders am Herzen: die Digitalisierung in unseren Prüfungsbereichen und die Begleitung des Generationenwechsels im Präsidium. Außerdem wollen wir die Angebote im Bildungszentrum weiter ausbauen und unsere Mitglieder noch stärker einbinden.


NFE: Viele Betriebe kämpfen mit Fachkräftemangel, Bürokratie und Digitalisierung. Wie kann der NFE hier unterstützen?

Stefan Schmelzer:
Das BZE ist ein Schlüssel: Durch gezielte Aus- und Weiterbildung bringen wir neue Fachkräfte in den Markt und sichern das Know-how in unseren Betrieben. Gemeinsam mit dem ZVEH und der ArGe Medien treiben wir zudem die Digitalisierung in der Branche voran. 

Heiko Nass:
Wir bieten unseren Mitgliedern einen ganzen Blumenstrauß an Unterstützung – vom Azubi-Training über juristische Beratung bis zu Softwarelösungen. Jeder Betrieb hat andere Bedürfnisse, und wir wollen dafür passende Angebote bereithalten.


NFE: Was bedeutet Ihnen der NFE und welche Rolle soll der Verband künftig spielen?

Stefan Schmelzer:
Für mich ist der NFE das Zuhause unserer Branche. Hier bewahren wir unser Wissen, unsere Zukunft und unsere Gemeinschaft. Dieses Zentrum gilt es zu erhalten und zu stärken – als Ort des Austauschs, der Weiterbildung und des Miteinanders.