Wann sind Sie dran? 87 % der deutschen Unternehmen bereits von Cyberangriffen betroffen

Die Digitalisierung macht Elektro-Betriebe effizienter und wettbewerbsfähiger – eröffnet aber zugleich neue Risiken. Cyberangriffe sind heute Alltag und betreffen Unternehmen jeder Größe, mit teils erheblichen wirtschaftlichen Schäden. Mit der wachsenden Abhängigkeit von digitalen Prozessen wird Cybersicherheit damit zu einer zentralen Aufgabe für jede Geschäftsführung.

Aktuelle Studien zeigen, dass bis zu 87 % der deutschen Unternehmen bereits von Cyberangriffen betroffen waren*. Die Schäden steigen dabei kontinuierlich und erreichen jährlich Milliardenhöhe. Ursachen sind vor allem hochgradig organisierte Täterstrukturen, automatisierte Angriffswerkzeuge und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Gleichzeitig wächst die Abhängigkeit von digitalen Prozessen und vernetzten Systemen – und damit die Verwundbarkeit: Ein erfolgreicher Angriff kann heute nicht nur IT-Systeme lahmlegen, sondern ganze Wertschöpfungsketten unterbrechen und existenzielle Folgen haben.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich: Cyberrisiken sind keine abstrakte Bedrohung mehr, sondern ein zentraler Bestandteil unternehmerischer Risikoexposition – vergleichbar mit klassischen Gefahren wie Feuer oder Betriebsunterbrechung, jedoch oft deutlich dynamischer und schwerer kalkulierbar.

Aktuelle Risikolage: Dynamisch, professionell und existenzbedrohend
Cyberbedrohungen entwickeln sich stetig weiter. Neben breit gestreuten Angriffen, die auf dem Zufallsprinzip basieren (z.B. Ransomware, Phishing) treten zunehmend komplexe Angriffsmuster auf, darunter auch gezielte Betrugsversuche.

Die Folgen sind vielschichtig:

  • Betriebsunterbrechungen durch Verschlüsselung digitaler Projekt- und Kundendaten
  • Verlust sensibler Unternehmens- und Kundendaten
  • Reputationsschäden und Vertrauensverlust
  • Rechtliche Konsequenzen, insbesondere im Datenschutz
  • Finanzielle Schäden bis hin zur Existenzgefährdung

Ein wesentliches Merkmal von Cyberrisiken ist ihre Unsichtbarkeit und Dynamik: Anders als klassische Risiken lassen sie sich nur schwer prognostizieren und entwickeln sich permanent weiter. Was viele Betriebe unterschätzen: Cyberangriffe richten sich längst nicht mehr nur gegen Großkonzerne, sondern auch gegen kleine und mittelständische Unternehmen.
 

Prävention: Technische und organisatorische Maßnahmen
Ein wirksamer Umgang mit Cyberrisiken beginnt nicht mit der Versicherung, sondern mit der Prävention. In aller Kürze lässt sich sagen: eine Fritzbox reicht nicht aus. Um einen Cybervorfall möglichst zu vermeiden, gibt es diverse technische und organisatorische Maßnahmen:
Technische Maßnahmen wie zum Beispiel 

  • Regelmäßige Software-Updates und Patch-Management
  • Datensicherungen (Backups) – idealerweise offline oder getrennt vom System (inkl. regelmäßiger Überprüfung auf Funktionalität)
  • Virenschutz und Firewall-Lösungen auf allen Geräten

Organisatorische Maßnahmen wie zum Beispiel 

  • Sensibilisierung und Schulung von Mitarbeitenden (insbesondere im Umgang mit E-Mails und Anhängen)
  • Klare Zugriffsrechte

Diese Maßnahmen reduzieren zwar das Risiko eines Angriffs, sind aber dennoch keine 100 %-ige Garantie.

Cyberversicherung als Risikoträger im Ernstfall
Trotz aller Prävention bleibt ein Restrisiko bestehen. Genau hier setzt die Cyberversicherung an: Sie übernimmt im Schadenfall eine zentrale Rolle als finanzieller und organisatorischer Risikoträger. 
Wichtig ist dabei das Verständnis, dass Cyberversicherung keine Alternative zur IT-Sicherheit, sondern deren Ergänzung ist.
 

Die drei zentralen Bausteine der Cyberversicherung
1. Eigenschäden
Dieser Baustein deckt Schäden ab, die direkt im eigenen Unternehmen entstehen, beispielsweise: 

  • Kosten für IT-Forensik und Wiederherstellung von Daten
  • Betriebsunterbrechung und entgangener Gewinn
  • Kosten im Zusammenhang mit Cyber-Erpressung (z. B. Ransomware)
  • Krisenkommunikation und Reputationsmanagement

Gerade Betriebsunterbrechungen zählen zu den größten finanziellen Risiken, da sie unmittelbar die Wertschöpfung betreffen.

2. Haftpflichtschäden
Cybervorfälle betreffen häufig auch Dritte – etwa Kunden, Partner oder Dienstleister. Die Haftpflichtkomponente greift bei: 

  • Datenschutzverletzungen (z. B. DSGVO-Verstöße)
  • Schadenersatzforderungen Dritter
  • Kosten für Rechtsverteidigung und Verfahren

Insbesondere bei personenbezogenen Daten können Bußgelder und Haftungsansprüche nicht unerhebliche Dimensionen erreichen.

3. Assistance-Leistungen
Ein oft unterschätzter, aber entscheidender Bestandteil ist die Unterstützung im Krisenfall. Viele Versicherer bieten: 

  • 24/7-Notfallhotlines
  • IT-Forensiker und Spezialisten zur Schadenanalyse
  • Unterstützung bei Behördenmeldungen
  • Kommunikationsberatung mit Kunden und Öffentlichkeit
  • Koordination aller notwendigen Maßnahmen

Diese Leistungen ermöglichen eine schnelle und strukturierte Reaktion. Dies stellt oftmals einen kritischen Faktor dar, um Schäden zu begrenzen. Denn im Notfall stoßen auch die eigenen IT-Dienstleister oftmals an ihre Grenzen. Bei der Schadenanalyse sind vielmehr Spezialisten in Form von IT-Forensikern gefragt. Im Ernstfall ist schnelles Handeln erforderlich. Mithilfe der Cyberversicherung haben Sie eine 24/7 Hotline, die Ihnen zur Ersteinschätzung dient und Ihnen bei Bedarf sofort einen IT-Forensiker vermittelt.

Der NFE empfiehlt
Cyberrisiken sind heute ein integraler Bestandteil unternehmerischer Realität. Die Kombination aus steigender Angriffshäufigkeit, zunehmender Professionalität der Täter und wachsender regulatorischer Anforderungen führt dazu, dass Unternehmen sich systematisch mit diesem Thema auseinandersetzen müssen.
 

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung unseres Rahmenvertragspartners Hagen & Kruse Versicherungsmakler GmbH & Co. KG, der unter anderem auch im Bereich Cyberversicherung berät.

Sie möchten Informationen zu besonderen Konditionen zu Cyberversicherung für Mitgliedsbetriebe? Wenden Sie sich gerne an unseren Mitgliederdialog.

Kontakt
NFE-Mitgliederdialog
Stephanie Obgartel
Tel. 040 25 40 20 – 44
E-Mail obgartel(at)nfe24.de

*(Quelle: Bundesamt für Verfassungsschutz - Bundesamt für Verfassungsschutz - Vorstellung der Bitkom-Studie „Wirtschaftsschutz 2025“)