Aktuelles vom NFE

Erhöhung der Maximalförderung zur SCR-Nachrüstung von Fahrzeugen

Am 28. November 2019 sind Änderungen der Richtlinien zur Förderung der Stickoxidfilternachrüstung von leichten Handwerker- und Lieferfahrzeugen („LHLF“ ab 2,8 bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht, zGG) und von schweren Handwerker- und Lieferfahrzeugen („SHLF“ ab 3,5 bis 7,5 Tonnen zGG) mit Dieselantrieb in Kraft getreten.

Die Maximalförderung für die Nachrüstung von leichten Handwerker- und Lieferfahrzeugen zwischen 2,8 und 3,5 Tonnen mit Stickoxidfiltern erhöht sich von 3.000 Euro auf 3.600 Euro der System- und Einbaukosten.

Die Maximalförderung für die Nachrüstung von schweren Handwerker- und Lieferfahrzeugen zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen mit Stickoxidfiltern erhöht sich von 4.000 Euro auf 4.800 Euro.

Weiterhin gilt zusätzlich in allen Gewichtsbereichen eine maximale Förderquote von 80 %. Beispiel: Eine Filternachrüstung für ein leichtes Fahrzeug, die mit Einbau insgesamt 4.500 Euro kosten würde, könnte die 80-Prozent-Quote voll ausnutzen und die neue absolute Maximalförderung in Höhe von 3.600 Euro vollständig erhalten. Würden die Kosten aber 5.000 Euro betragen, könnten angesichts der absoluten Deckelung bei 3.600 Euro nur 72 % Förderquote erreicht werden. Bei niedrigen Einbaukosten von 3.500 Euro würde die 80-Prozent-Quote dazu führen, dass nur 2.800 Euro ausgezahlt werden könnten.

Mit der Erhöhung der absoluten Deckelung wird endlich ein Mangel der ursprünglichen Förderrichtlinie korrigiert, auf den das Handwerk schon lange hingewiesen hat. Bedauerlich ist, dass die vom Handwerk geforderte Ausweitung der förderfähigen Gewichtsklassen über 7,5 Tonnen hinaus und unterhalb von 2,8 Tonnen bislang nicht erfolgte. Zahlreiche Fahrzeuge des Handwerks bleiben deshalb von Förderungen ausgeschlossen, wodurch auch die Entwicklung von Nachrüstsätzen in diesem Segment behindert wird. Zudem bleibt die geographische Einschränkung auf die ca. 65 Städte und die angrenzenden Landkreise weitgehend erhalten.

Auch das E-Handwerk setzt sich dafür ein, dass die Möglichkeit der Nachrüstung von den Betrieben genutzt wird und baut darauf, dass weitere Hersteller Nachrüstsätze für zusätzliche Fahrzeugtypen entwickeln und bis zur Werkstattverfügbarkeit bringen.

Weitere Infos erhalten sie unter folgendem Link des ZDH Zentralverband des Deutschen Handwerks.